
„Mitarbeiter-Benefits sind ein Muss“, „Bewerber:innen erwarten Zusatzleistungen“, „Benefits fördern die Motivation“. Solche Sätze schwirren ständig durch die HR-Bubble. Sie sind zwar nicht falsch, helfen in der Praxis aber nur bedingt weiter. Denn ob Benefits wirklich wirken, hängt massiv vom Unternehmensumfeld und den individuellen Bedürfnissen der Belegschaft ab. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie ein Benefit-System aufbauen, das wirklich zu Ihrem Unternehmen passt.
Benefits sind eine Win-win-Situation – aber nur, wenn sie strategisch geplant sind. Bevor Sie starten, sollten Sie klare Ziele definieren. Fragen Sie sich:
Bei der Strategie haben Sie drei Grundvarianten: Einzelverträge bei verschiedenen Anbietern, eine umfassende Benefit-Plattform oder eine rein interne Abwicklung (z. B. durch Zuschüsse). Die Wahl hängt von Ihrem gewünschten Individualisierungsgrad und dem Administrationsaufwand ab.
Beim Budget hilft eine einfache Formel zur Orientierung. Da Benefits der Fluktuation entgegenwirken, können Sie die potenziellen Einsparungen als Ausgangsbasis nutzen:
Fluktuation_pro_MA=Offboarding+Recruiting+Opportunita¨tskosten+Einarbeitung
Gesamtkosten=Fluktuation_pro_MA×(Belegschaft×Fluktuationsrate)
Um den bestmöglichen Effekt zu erzielen, müssen Benefits im Alltag Ihrer Mitarbeitenden wirklich hilfreich sein. Das finden Sie nur heraus, indem Sie mit ihnen reden. Je nach Unternehmensgröße eignen sich unterschiedliche Methoden: In kleinen Teams reichen oft Flurgespräche, in größeren Firmen sind strukturierte Umfragen oder Fokusgruppen sinnvoll.
Wichtig ist: Der Teamwunsch ist Trumpf. Ein Obstkorb im leeren Büro bei 80 % Remote-Quote verpufft wirkungslos. Ein Internetzuschuss oder Home-Office-Budget hingegen sorgt unter denselben Umständen für echte Zufriedenheit.
Sobald die Bedürfnisse klar sind, geht es an die Auswahl der Anbieter. Prüfen Sie potenzielle Partner anhand kritischer Fragen:
Bei einer Lösung wie emplu haben Sie beispielsweise nur einen Vertragspartner, der das gesamte Portfolio und das Onboarding für Sie steuert.
„Tu Gutes und rede darüber“ – dieser Grundsatz ist entscheidend. Damit Benefits ihre Wirkung entfalten, müssen sie genutzt werden. Dafür ist eine regelmäßige und kanalübergreifende Kommunikation nötig. Nutzen Sie einen Mix aus E-Mails, Slack/Teams-Nachrichten, Intranet-Beiträgen und persönlichen Gesprächen.
Schaffen Sie konkrete Gesprächsanlässe:
Um zu wissen, ob sich die Investition lohnt, müssen Sie den Erfolg messbar machen. Greifen Sie dabei auf die in Schritt 1 definierten Ziele zurück. Nutzen Sie sowohl quantitative als auch qualitative Kennzahlen:
Betrachten Sie Ihr Benefit-System als lebendigen Prozess. Analysieren Sie die Daten regelmäßig und passen Sie das Angebot an, wenn sich die Bedürfnisse Ihres Teams oder die Marktbedingungen ändern.
Mit diesen fünf Schritten optimieren Sie Ihr Benefit-System effizient und nachhaltig. Denken Sie daran: Nicht jeder Schritt muss in jedem Unternehmen exakt gleich aussehen. Das Wichtigste ist, dass der Prozess flexibel bleibt und sich an Ihre individuelle Unternehmenskultur anpasst. So realisieren Sie alle Vorteile und positionieren sich als attraktiver Arbeitgeber.

von Fanny Remus
21. Mai 2024 | 11 min
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