Checkliste für eure Benefit-Angebote

Mitarbeiter-Benefits sind ein Muss. Bewerber:innen erwarten zusätzlich Benefits. Mitarbeiterbindung geht mit Benefits. Mitarbeiter-Angebote motivieren. Diese Sätze schwirren regelmäßig durch die HR-Bubble. Sie sind nicht falsch, helfen aber auch nicht wirklich weiter.

Der Fahrplan zum passenden Benefit-System: In 5 Schritten zum Erfolg

„Mitarbeiter-Benefits sind ein Muss“, „Bewerber:innen erwarten Zusatzleistungen“, „Benefits fördern die Motivation“. Solche Sätze schwirren ständig durch die HR-Bubble. Sie sind zwar nicht falsch, helfen in der Praxis aber nur bedingt weiter. Denn ob Benefits wirklich wirken, hängt massiv vom Unternehmensumfeld und den individuellen Bedürfnissen der Belegschaft ab. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie ein Benefit-System aufbauen, das wirklich zu Ihrem Unternehmen passt.

Schritt 1: Ziele, Strategie und Budget festlegen

Benefits sind eine Win-win-Situation – aber nur, wenn sie strategisch geplant sind. Bevor Sie starten, sollten Sie klare Ziele definieren. Fragen Sie sich:

  • Was will das Unternehmen konkret erreichen?
  • Welchen Mehrwert sollen die Mitarbeitenden spüren?
  • Woran messen wir den Erfolg des Systems?

Bei der Strategie haben Sie drei Grundvarianten: Einzelverträge bei verschiedenen Anbietern, eine umfassende Benefit-Plattform oder eine rein interne Abwicklung (z. B. durch Zuschüsse). Die Wahl hängt von Ihrem gewünschten Individualisierungsgrad und dem Administrationsaufwand ab.

Beim Budget hilft eine einfache Formel zur Orientierung. Da Benefits der Fluktuation entgegenwirken, können Sie die potenziellen Einsparungen als Ausgangsbasis nutzen:

Fluktuation_pro_MA=Offboarding+Recruiting+Opportunita¨tskosten+Einarbeitung

Gesamtkosten=Fluktuation_pro_MA×(Belegschaft×Fluktuationsrate)

Schritt 2: Die richtigen Benefits identifizieren

Um den bestmöglichen Effekt zu erzielen, müssen Benefits im Alltag Ihrer Mitarbeitenden wirklich hilfreich sein. Das finden Sie nur heraus, indem Sie mit ihnen reden. Je nach Unternehmensgröße eignen sich unterschiedliche Methoden: In kleinen Teams reichen oft Flurgespräche, in größeren Firmen sind strukturierte Umfragen oder Fokusgruppen sinnvoll.

Wichtig ist: Der Teamwunsch ist Trumpf. Ein Obstkorb im leeren Büro bei 80 % Remote-Quote verpufft wirkungslos. Ein Internetzuschuss oder Home-Office-Budget hingegen sorgt unter denselben Umständen für echte Zufriedenheit.

Schritt 3: Auswahl der passenden Partner

Sobald die Bedürfnisse klar sind, geht es an die Auswahl der Anbieter. Prüfen Sie potenzielle Partner anhand kritischer Fragen:

  • Deckt der Anbieter die Wünsche der Belegschaft ab?
  • Wie hoch ist der Implementierungsaufwand?
  • Gibt es eine Schnittstelle zur Payroll (Lohnabrechnung)?
  • Wie benutzerfreundlich ist die App oder das Portal für die Mitarbeitenden?

Bei einer Lösung wie emplu haben Sie beispielsweise nur einen Vertragspartner, der das gesamte Portfolio und das Onboarding für Sie steuert.

Schritt 4: Gezielte Benefit-Kommunikation

„Tu Gutes und rede darüber“ – dieser Grundsatz ist entscheidend. Damit Benefits ihre Wirkung entfalten, müssen sie genutzt werden. Dafür ist eine regelmäßige und kanalübergreifende Kommunikation nötig. Nutzen Sie einen Mix aus E-Mails, Slack/Teams-Nachrichten, Intranet-Beiträgen und persönlichen Gesprächen.

Schaffen Sie konkrete Gesprächsanlässe:

  • Tutorials zur Nutzung
  • Saisonale Highlights (z. B. Sommer-Specials oder Weihnachts-Benefits)
  • Reminder für monatlich verfallende Budgets
  • Erfolgsstorys und FAQs

Schritt 5: Erfolgskontrolle und Optimierung

Um zu wissen, ob sich die Investition lohnt, müssen Sie den Erfolg messbar machen. Greifen Sie dabei auf die in Schritt 1 definierten Ziele zurück. Nutzen Sie sowohl quantitative als auch qualitative Kennzahlen:

  • Quantitativ: Nutzungsquoten, genutztes Budget, Retention Rate und Entwicklung der Fluktuationskosten.
  • Qualitativ: Mitarbeiterzufriedenheit (via Umfragen), Feedback in Personalgesprächen und Arbeitgeberbewertungen auf Portalen wie Kununu.

Betrachten Sie Ihr Benefit-System als lebendigen Prozess. Analysieren Sie die Daten regelmäßig und passen Sie das Angebot an, wenn sich die Bedürfnisse Ihres Teams oder die Marktbedingungen ändern.

Fazit: Flexibilität als Schlüssel

Mit diesen fünf Schritten optimieren Sie Ihr Benefit-System effizient und nachhaltig. Denken Sie daran: Nicht jeder Schritt muss in jedem Unternehmen exakt gleich aussehen. Das Wichtigste ist, dass der Prozess flexibel bleibt und sich an Ihre individuelle Unternehmenskultur anpasst. So realisieren Sie alle Vorteile und positionieren sich als attraktiver Arbeitgeber.

von Fanny Remus

21. Mai 2024 | 11 min