Die wichtigsten Benefits für die Generation Z im Job

Die Generation Z, geboren etwa zwischen 1995 und 2010, ist nicht faul, sondern leistungsbereit, wenn die Arbeit sinnvoll ist. Am wichtigsten sind ihr finanzielle Sicherheit, Flexibilität, Entwicklungsmöglichkeiten und ein Arbeitgeber mit Haltung. Benefits, die darauf antworten: Zuschuss zur Altersvorsorge, Sachbezug und Essenszuschuss, Deutschlandticket und Dienstrad, Firmenfitness, mentale Gesundheit und Weiterbildung. Am besten wirkt ein Budget, aus dem junge Mitarbeitende selbst wählen.

Wer ist die Generation Z?

Zur Generation Z zählen alle, die etwa zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Sie sind mit Smartphone und Internet aufgewachsen und stehen heute am Anfang oder in der ersten Hälfte ihres Berufslebens.

Das Vorurteil lautet: Die Gen Z will nur nehmen, aber nichts geben. Die Trendforschung widerspricht dem. Für Unternehmen ist die Auseinandersetzung mit dieser Generation ohnehin keine Geschmacksfrage: Laut Institut der deutschen Wirtschaft blieben schon 2023 rund 570.000 Stellen unbesetzt, und mit dem Renteneintritt der Babyboomer wird Arbeitskraft noch knapper. Eine kleinere junge Generation entscheidet, wer seine Stellen besetzen kann.

Was erwartet die Gen Z vom Arbeitgeber?

Im Gespräch mit uns hat Stefan Rippler vom Persona Institut gezeigt, was junge Talente jenseits der Klischees bewegt. Er arbeitet mit wissenschaftlichen Candidate-Personas. Ganz oben stehen vier Dinge:

  • Finanzielle Sicherheit und Vorsorge: Viele junge Menschen machen sich früh Gedanken über Inflation und Rente. ETF-Sparpläne und betriebliche Altersvorsorge sind für sie kein Thema für später.
  • Flexibilität: Hybride Arbeit und Homeoffice sind Grundvoraussetzung, keine Verhandlungsmasse.
  • Work-Life-Integration: Die Arbeit soll zum Leben passen, nicht umgekehrt.
  • Entwicklung: klare Karrierewege und Weiterbildung.

Dazu kommt der Sinn: Die Gen Z ist hochmotiviert, wenn die Arbeit sinnvoll ist und der Arbeitgeber soziale und ökologische Verantwortung nicht nur im Marketing, sondern im Alltag lebt.

Welche Benefits sind für die Gen Z am wichtigsten?

Aus den vier Bedürfnissen lassen sich konkrete Benefits ableiten, viele davon steuerfrei:

Was die Gen Z will und welche Benefits passen

Was die Gen Z willPassende BenefitsSteuerlich
Finanzielle SicherheitZuschuss zur bAV, Sachbezug, Essenszuschusssteuerfrei bzw. pauschal versteuert
FlexibilitätHomeoffice mit Internetzuschuss, flexible ArbeitszeitenInternetzuschuss pauschal versteuert
MobilitätDeutschlandticket, Dienstradsteuerfrei
GesundheitFirmenfitness, mentale Gesundheitüber Sachbezug oder bis 600 € im Jahr
EntwicklungWeiterbildung, Coaching, Sprachkurseberuflich veranlasst steuerfrei
TechnikLaptop oder Smartphone zur privaten Nutzungsteuerfrei
Sinn und Haltungnachhaltige Mobilität, Ehrenamtstage, nachhaltige Partnermarkenje nach Benefit
Stand: Oktober 2026emplu

Bei emplu sind bei jüngeren Mitarbeitenden besonders das Dienstrad und Firmenfitness wie Urban Sports Club beliebt. Insgesamt fließt der größte Teil des Budgets in Lebensmittel und Mobilität, also in Benefits, die den Alltag spürbar entlasten.

Gen Z, Millennials, Gen X: Was unterscheidet die Generationen?

Gen Z, Millennials, Gen X im Vergleich

Generation ZMillennials (Gen Y)Generation X
Geboren etwa1995–20101980–19951965–1980
Lebensphase heuteAusbildung, BerufseinstiegKarriere, FamiliengründungFührung, Kinder im Haus, Pflege der Eltern
Wichtig im JobSinn, Flexibilität, Entwicklung, SicherheitVereinbarkeit, Flexibilität, EntwicklungSicherheit, Wertschätzung, Gesundheit
Typische BenefitsDeutschlandticket, Dienstrad, Fitness, SachbezugKita-Zuschuss, Homeoffice, bAVbKV, bAV, Erholungsbeihilfe, Gesundheit
Grobe Orientierung, Lebensphase zählt mehr als Geburtsjahr · Stand: Oktober 2026emplu

Doch Vorsicht vor Schubladen. Stefan Rippler betont: Es gibt nicht „die“ Gen Z. Was jemand braucht, hängt stärker von der Lebensphase, der Branche, der Region und den eigenen Werten ab als vom Geburtsjahr. Ein Berufseinsteiger hat andere Sorgen als ein junger Vater, und nicht jeder sucht das Tech-Start-up. Mehr dazu in Benefits nach Lebensphase und zur älteren Generation in Generation X: die vergessene Zielgruppe.

Benefits für Azubis und Berufseinsteiger

Gerade bei niedrigeren Gehältern wirken steuerfreie Benefits besonders stark:

  • Netto statt brutto: 50 € Sachbezug sind für eine Auszubildende mit 1.100 € Vergütung ein spürbares Plus von fast 5 %. Über eine Gehaltserhöhung käme davon nur ein Teil an.
  • Mobilität: Ein Deutschlandticket vom Arbeitgeber ist für viele Azubis der wichtigste Benefit überhaupt, weil sie oft noch kein Auto haben.
  • Essen: Ein Essenszuschuss von bis zu 7,67 € pro Tag entlastet jeden Arbeitstag.
  • Ausstattung: Ein Laptop oder Smartphone zur privaten Nutzung ist steuerfrei.
  • Werkstudierende und Minijobs: Steuerfreie Benefits zählen nicht zur Minijob-Grenze, siehe Benefits für Minijobber.

So erreicht ihr die Gen Z mit euren Benefits

  1. Konkret in die Stellenanzeige schreiben: „50 € steuerfreier Sachbezug, Deutschlandticket, Dienstrad“ statt „attraktive Benefits“.
  2. Wahlfreiheit geben: Ein Budget, aus dem jede und jeder selbst wählt, passt besser als ein starres Paket. Wie das funktioniert, zeigt unser Artikel zu Vergütungsmodellen.
  3. Digital anbieten: Benefits gehören in eine App, nicht in ein PDF im Intranet.
  4. Haltung zeigen: Nachhaltige Mobilität, mentale Gesundheit und Weiterbildung passen zu den Werten dieser Generation.
  5. Feedback einholen: Fragt eure jungen Mitarbeitenden, was sie wollen, und passt das Angebot jedes Jahr an.

Fazit

Die Gen Z zwingt Unternehmen, moderner, flexibler und ehrlicher zu werden. Wer Vorurteile ablegt, auf echte Wahlmöglichkeiten setzt und Benefits anbietet, die finanzielle Sicherheit und Freiheit verbinden, findet junge Talente und hält sie.

Das ganze Gespräch mit Stefan Rippler findet ihr auf [YouTube](LINK ERGÄNZEN).

Häufige Fragen zu Benefits für die Generation Z

Welche Benefits sind für die Gen Z und Millennials am wichtigsten? Finanzielle Sicherheit, Flexibilität und Entwicklung. Konkret: Zuschuss zur Altersvorsorge, steuerfreier Sachbezug und Essenszuschuss, Deutschlandticket und Dienstrad, Homeoffice mit Internetzuschuss, Firmenfitness und mentale Gesundheit sowie Weiterbildung.

Was erwartet die Generation Z vom Arbeitgeber? Sinnvolle Arbeit, Flexibilität bei Ort und Zeit, faire Bezahlung mit finanzieller Sicherheit, klare Entwicklungsmöglichkeiten und einen Arbeitgeber, der Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernimmt.

Ist die Generation Z wirklich weniger leistungsbereit? Nein. Die Trendforschung zeigt, dass die Gen Z leistungsbereit ist, wenn die Arbeit sinnvoll ist und die Rahmenbedingungen stimmen. Das Vorurteil der faulen Jugend gab es bei jeder Generation.

Welche Benefits eignen sich für Auszubildende? Besonders wirksam sind Benefits, die netto voll ankommen: steuerfreier Sachbezug bis 50 € im Monat, Deutschlandticket, Essenszuschuss und die private Nutzung von Laptop oder Smartphone.

Wie bindet man Mitarbeitende der Gen Z? Mit Entwicklungsperspektiven, regelmäßigem Feedback, Flexibilität und Benefits, die sie selbst wählen können. Wer zeigt, dass er auf individuelle Bedürfnisse eingeht, hält junge Talente länger.

Benefits, die junge Talente selbst wählen

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von Fanny Remus

16. Oktober 2024 | 7 min