
Auch 2026 haben sich zum Jahreswechsel wieder einige Werte geändert, die für Arbeitgeber und HR wichtig sind, vor allem bei Benefits, Gehalt und Sozialabgaben. Die meisten Änderungen sind moderat. Wer sie nicht rechtzeitig in Lohnabrechnung und Budget berücksichtigt, merkt sie aber spätestens bei der nächsten Prüfung.
Hier alle wichtigen Werte im Vergleich zum Vorjahr:
Die Sachbezugswerte für Mahlzeiten sind zum 1. Januar 2026 gestiegen, auf 345 € im Monat für volle Verpflegung.
Für den Essenszuschuss heißt das: Ihr könnt 2026 bis zu 7,67 € pro Arbeitstag zahlen. Davon sind 4,57 € der Sachbezugswert, den ihr pauschal mit 25 % versteuert, und bis zu 3,10 € steuerfrei. Bei 15 Arbeitstagen im Monat sind das bis zu 115,05 €. Alle Details in Essenszuschuss 2026.
Auch bei Kantinen und vergünstigten Mahlzeiten müsst ihr die neuen Werte in der Lohnabrechnung hinterlegen. Sonst stimmt der geldwerte Vorteil nicht.
Der Sachbezugswert für eine vom Arbeitgeber gestellte Unterkunft steigt leicht auf 285 € im Monat. Das betrifft vor allem Pflege, Bau, Gastronomie und Montage, wo Wohnraum oft Teil des Gehaltspakets ist. Der Unterschied ist klein, muss aber korrekt in der Lohnabrechnung stehen.
Ja. Die Freigrenze für Sachbezüge bleibt 2026 bei 50 € im Monat. Gutscheine und Sachleistungen bleiben damit einer der effizientesten Benefits: Was ihr zahlt, kommt vollständig bei euren Mitarbeitenden an. Voraussetzung bleibt, dass der Sachbezug zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt wird. Alles dazu in Sachbezug 2026: steuerfreie Gutscheine.
Hier ist die Dynamik am größten. Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen deutlich:
Die Folge: Klassische Gehaltserhöhungen, vor allem bei mittleren und hohen Einkommen, werden teurer, weil auf einen größeren Teil des Gehalts Beiträge fallen. Steuerfreie und pauschal versteuerte Benefits werden dadurch noch attraktiver. Den Vergleich zeigt Gehaltserhöhung oder Benefits.
Der Mindestlohn ist 2026 auf 13,90 € gestiegen, die Minijob-Grenze auf 603 € im Monat. Prüft deshalb zwei Dinge:
Benefits wie Sachbezug, ÖPNV-Zuschuss oder Internetpauschale zählen nicht zum Minijob-Verdienst. Mehr in Benefits für Minijobber und Teilzeitkräfte.
Deutschlandticket: Der Preis ist auf 63 € im Monat gestiegen. Zuschüsse bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie zusätzlich zum Lohn gezahlt werden. Das Jobticket bleibt damit ein starker Benefit, auch mit Blick auf Nachhaltigkeit.
Entfernungspauschale: Seit 2026 gelten 38 Cent ab dem ersten Kilometer, nicht mehr erst ab dem 21. Kilometer. Für Mitarbeitende mit kurzem Arbeitsweg wird die Pauschale damit wertvoller. Steuerfreie ÖPNV-Zuschüsse werden weiterhin darauf angerechnet. Mehr in ÖPNV-Zuschuss richtig versteuern.
Mit der höheren Beitragsbemessungsgrenze steigen auch die Grenzen für die bAV: 2026 sind bis zu 8.112 € im Jahr steuerfrei und bis zu 4.056 € sozialversicherungsfrei. Mehr in betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber.
Zwei Werte für 2027 stehen schon fest:
Weitere Werte wie Beitragsbemessungsgrenzen und Sachbezugswerte werden im Herbst festgelegt. Was sonst auf HR zukommt, steht in Steuerreform 2027: Das kommt auf HR zu. Wie ihr euer Budget plant, zeigt Budget 2027: smarte Benefits statt teurer Lohnkosten.
Die Änderungen 2026 sind keine Revolution, zeigen aber eine klare Richtung: Gehalt wird durch höhere Beitragsbemessungsgrenzen teurer, steuerfreie Benefits bleiben gleich effizient. Wer die neuen Werte früh in Lohnabrechnung und Budget übernimmt, kann weiter attraktive Vergütungspakete anbieten. Sachbezug, Essenszuschuss und Mobilität bleiben die wichtigsten Hebel. Alle Benefits im Überblick stehen im Leitfaden Mitarbeiterbenefits, wie sie in der Lohnabrechnung behandelt werden, in steuerfreie Benefits 2026.
Was ändert sich 2026 für Arbeitgeber bei Benefits? Der Sachbezug bleibt bei 50 € im Monat. Gestiegen sind die Sachbezugswerte für Mahlzeiten und Unterkunft, das Deutschlandticket auf 63 €, der Mindestlohn auf 13,90 €, die Minijob-Grenze auf 603 € und die Beitragsbemessungsgrenzen.
Wie hoch ist der Essenszuschuss 2026? Bis zu 7,67 € pro Arbeitstag: 4,57 € Sachbezugswert, pauschal mit 25 % versteuert, plus bis zu 3,10 € steuerfrei.
Wie hoch sind die Sachbezugswerte 2026? Für volle Verpflegung 345 € im Monat: Frühstück 2,37 € pro Tag, Mittag- und Abendessen je 4,57 €. Für eine Unterkunft 285 € im Monat.
Bleibt der Sachbezug 2026 bei 50 Euro? Ja. Die monatliche Freigrenze für Sachbezüge bleibt 2026 unverändert bei 50 €.
Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2026? In der Renten- und Arbeitslosenversicherung 8.450 € im Monat, in der Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 € im Monat. Die Versicherungspflichtgrenze liegt bei 77.400 € im Jahr.
Was ändert sich 2027? Feststehen schon der Mindestlohn von 14,60 € und die Minijob-Grenze von 633 € im Monat. Weitere Werte werden im Herbst 2026 festgelegt.
Quellen: Sozialversicherungsentgeltverordnung 2026, Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026, Steueränderungsgesetz 2025, Mindestlohnkommission
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

von Leonard Gohlke
01. Dezember 2025 | 8 min
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