Mitarbeiter-Benefits: Mehr als nur ein „Extra“ zum Gehalt
Benefits sind Zusatzleistungen, die Arbeitgeber ihrem Team über die vereinbarte Vergütung hinaus zukommen lassen. Wie der Name schon sagt, werden sie „on top“ geleistet. Verschiedene Studien belegen, dass sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende diese Vorteile gleichermaßen schätzen: Sie steigern die Verbundenheit zur Firma und verbessern das Betriebsklima nachhaltig.
Die Vorteile: Warum Unternehmen und Teams von Benefits profitieren
Der Einsatz von Zusatzleistungen ist ein strategisches Werkzeug, das an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette ansetzt:
- Attraktivität als Arbeitgeber: Im „War for Talents“ helfen Benefits dabei, sich von der Konkurrenz abzuheben. Sie signalisieren, dass „New Work“ im Unternehmen tatsächlich gelebt wird.
- Work-Life-Balance & Entlastung: Zuschüsse für die Kita oder den ÖPNV sorgen für echte finanzielle und organisatorische Erleichterung. Anreize für Freizeitaktivitäten fördern zudem einen gesunden Ausgleich zum Arbeitsalltag.
- Gesundheitsförderung: Angebote für mentale Gesundheit und Fitness reduzieren langfristig die Ausfallzeiten und steigern das Wohlbefinden.
- Weiterbildung: Gutscheine für Bildungsangebote stärken das Selbstvertrauen der Mitarbeitenden. Qualifiziertere Teams erzielen nachweislich bessere Ergebnisse.
- Bindung & Motivation: Die gegenseitige Wertschätzung verringert die Fluktuation, hält Know-how im Haus und spart so enorme Kosten für Neurekrutierungen.
- Steuerliche Vorteile: Benefits bieten die Möglichkeit, steuerfreie Zusatzleistungen anzubieten und so Lohnnebenkosten für beide Seiten zu optimieren.
Die Psychologie hinter Mitarbeiter-Benefits: Anerkennung als Motor
Warum haben Benefits eine so starke Wirkung? Die Antwort liegt in der menschlichen Psychologie. Anerkennung ist ein Grundbedürfnis. Evolutionsbiologisch war das „Gesehen-Werden“ innerhalb einer Gruppe überlebenswichtig – wer ausgeschlossen wurde, war in Gefahr.
Ein Gefühl der echten Anerkennung motiviert intrinsisch. Während extrinsische Motivatoren wie das Gehalt einen schnellen Gewöhnungseffekt haben (man gewöhnt sich an den finanziellen Standard), zahlen Benefits auf soziale Bedürfnisse ein, die als „unstillbar“ gelten.
Individuelle Benefits, die immer wieder neu zusammengestellt werden können, verringern den Abnutzungseffekt zusätzlich, da sie die Wertschätzung immer wieder neu erlebbar machen.
Win-win für beide Seiten: Produktivität durch Wertschätzung
Benefits gehören zu den seltenen Fällen in der Geschäftswelt, bei denen es keine Verlierer gibt. Die Mitarbeitenden freuen sich über einen individuellen Mehrwert, während die Unternehmen von einer höheren Loyalität profitieren.
Zwar erfordern Benefits eine gewisse Investition, doch diese amortisiert sich mittel- bis langfristig durch:
- Höhere Produktivität der Belegschaft.
- Geringere Kosten für Neueinstellungen.
- Vermeidung von Know-how-Verlust.
Wichtig für den Erfolg ist die Kommunikation: Benefits sollten klar als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung herausgestellt werden. So wird aus einer Zusatzleistung ein echtes Instrument für den Unternehmenserfolg.
Häufige Fragen zu Mitarbeiter-Benefits
- Warum setzen immer mehr Unternehmen auf Benefits? Besonders im Fachkräftemangel sind sie ein starker Hebel zur Bindung und Positionierung als moderner Arbeitgeber.
- Welche Leistungen sind steuerfrei? Unter anderem der Sachbezug (bis 50 €), das Jobrad, Gesundheitskurse, Kita-Zuschüsse oder das Deutschlandticket.
- Wie hilft eine digitale Plattform? Plattformen wie emplu automatisieren die Verwaltung, Budgetkontrolle und die Anbindung an die Lohnabrechnung (Payroll), was den administrativen Aufwand für HR minimiert.