Warum gute Benefits ohne Kommunikation nichts bringen – und wie Unternehmen das ändern können

In der heutigen Arbeitswelt sind Benefits weit mehr als „das nette Extra“. Sie zählen zu den zentralen Bausteinen einer attraktiven Arbeitgebermarke, sie erhöhen die Mitarbeiterbindung, stärken das Engagement und sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im War for Talents. Doch so wichtig Benefits auch sind – sie entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie verstanden, wahrgenommen und genutzt werden. Die Kunst liegt längst nicht mehr im Anbieten von Vorteilen, sondern in der klaren, konsistenten und kontinuierlichen Kommunikation dieser Benefits.

Warum Benefits kommunikativ oft verpuffen

Viele Unternehmen investieren erhebliche Budgets in Benefits wie betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsprogramme, Weiterbildungsangebote oder Mobilitätszuschüsse. Trotzdem wissen viele Mitarbeitende nicht, welche Leistungen ihnen tatsächlich zur Verfügung stehen oder wie sie diese nutzen können.

Laut einer aktuellen Studie wünschen sich 73 % der Mitarbeitenden mehr Transparenz und bessere Aufklärung über ihre Benefits, da sie deren Umfang und Mehrwert oft nicht vollständig verstehen (Pirsonal, 2025). Besonders jüngere Generationen wie Gen Z erwarten eine klare, digitale und jederzeit abrufbare Kommunikation ihrer Arbeitgeberleistungen.

Häufig liegt das Problem nicht im Angebot selbst, sondern in der Art der Kommunikation: Benefits werden über verschiedene Kanäle verteilt – Intranet, E-Mails, PDF-Dokumente oder persönliche Gespräche. Diese Fragmentierung führt dazu, dass Informationen verloren gehen, übersehen oder schlicht vergessen werden.

Schlechte Kommunikation kostet Engagement – und Vertrauen

Die Folgen unzureichender interner Kommunikation sind messbar und wirken sich direkt auf Zufriedenheit, Bindung und Fluktuation aus. Studien zeigen, dass 61 % der Mitarbeitenden bereits darüber nachgedacht haben, ihren Job aufgrund schlechter interner Kommunikation zu wechseln (Sparrow Connected, 2023).

Gleichzeitig belegen Zahlen, dass Unternehmen mit einer starken internen Kommunikation deutlich bessere Ergebnisse erzielen: Organisationen, die aktiv in Kommunikation investieren, verzeichnen bis zu 70 % höhere Engagement- und Zufriedenheitswerte (Axios HQ, 2024).

Ein weiterer entscheidender Faktor: Gut informierte Mitarbeitende sind 2,8-mal wahrscheinlicher engagiert, und Unternehmen mit hohem Engagement erzielen im Schnitt 23 % höhere Gewinne (U.S. Chamber of Commerce, 2023). Dennoch zeigen aktuelle Erhebungen, dass in vielen Unternehmen nur rund 30–36 % der Mitarbeitenden wirklich engagiert sind (HR Cloud, 2024).

Diese Zahlen verdeutlichen: Fehlende oder unklare Kommunikation kostet Unternehmen bares Geld – und verschenkt das Potenzial ihrer Benefits.

Was gute Benefits-Kommunikation leisten muss

Eine effektive Kommunikation von Benefits darf kein einmaliges Projekt sein. Sie muss strategisch gedacht und langfristig umgesetzt werden. Konkret bedeutet das:

  • Zentralität: Alle Benefits müssen an einem Ort auffindbar sein.
  • Verständlichkeit: Komplexe steuer- oder arbeitsrechtliche Themen müssen einfach erklärt werden.
  • Kontinuität: Kommunikation darf nicht nur bei der Einführung erfolgen, sondern muss laufend stattfinden.
  • Zielgruppenorientierung: Unterschiedliche Mitarbeitendengruppen haben unterschiedliche Informationsbedürfnisse.
  • Messbarkeit: HR sollte nachvollziehen können, welche Benefits genutzt werden und welche nicht.

Ziel ist es, Benefits nicht nur zu „verwalten", sondern sie aktiv erlebbar zu machen.

Der einheitliche Kanal als Schlüssel zum Erfolg

Ein zentrales Problem in vielen Unternehmen ist die Vielzahl an Kommunikationskanälen. Benefits werden teilweise im Intranet erklärt, teilweise per E-Mail angekündigt und teilweise in Onboarding-Unterlagen erwähnt. Für Mitarbeitende bedeutet das: suchen, nachfragen, vergleichen – oder im Zweifel gar nicht nutzen.

Dabei zeigt sich, dass Mitarbeitende eine klare Präferenz haben: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten sieht transparente und regelmäßige Kommunikation als Voraussetzung für Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber (World Insurance Associates, 2024).

Ein einheitlicher Kanal, der alle Benefits bündelt, sorgt für Klarheit und Struktur. Er stellt sicher, dass Informationen nicht nur bereitgestellt, sondern auch tatsächlich wahrgenommen werden.

emplu als zentraler Kommunikationskanal für Benefits

Genau hier setzt emplu an. Mit der emplu-App steht Unternehmen ein zentraler, digitaler Kanal zur Verfügung, über den alle Benefits übersichtlich, verständlich und aktuell kommuniziert werden können.

Der besondere Vorteil: Neben neuen Benefits lassen sich auch bereits bestehende Angebote problemlos integrieren. So entsteht ein ganzheitlicher Überblick über alle Arbeitgeberleistungen – unabhängig davon, ob sie steuerfrei, individuell oder kollektiv geregelt sind.

Für Mitarbeitende bedeutet das:

  • ein Ort für alle Benefits
  • klare Erklärungen statt Fachjargon
  • jederzeit verfügbar – mobil und intuitiv

Für Unternehmen und HR-Teams bedeutet es:

  • keine verstreuten Informationen mehr
  • weniger Rückfragen
  • höhere Nutzung vorhandener Benefits
  • bessere Datenbasis zur Weiterentwicklung des Angebots

Mehr Effizienz für HR, mehr Mehrwert für Mitarbeitende

Eine zentrale Benefits-Kommunikation entlastet HR spürbar. Informationen müssen nicht mehrfach aufbereitet oder über verschiedene Systeme verteilt werden. Updates, Erinnerungen oder neue Angebote können gezielt und effizient ausgespielt werden.

Gleichzeitig verbessert sich das Onboarding neuer Mitarbeitender erheblich: Statt Informationen mühsam zusammenzusuchen, finden neue Kolleginnen und Kollegen vom ersten Tag an alle Benefits an einem Ort erklärt. Das stärkt den positiven ersten Eindruck und zahlt direkt auf die Arbeitgebermarke ein.

Fazit: Benefits brauchen Sichtbarkeit, um zu wirken

Benefits sind eine Investition – in Motivation, Bindung und Zufriedenheit. Doch diese Investition rechnet sich nur, wenn Mitarbeitende wissen, was ihnen angeboten wird und wie sie davon profitieren können.

Unternehmen, die ihre Benefits klar, zentral und kontinuierlich kommunizieren, schaffen messbare Vorteile: höhere Nutzung, stärkeres Engagement und eine nachhaltige Mitarbeiterbindung. Mit einer Plattform wie emplu wird Benefits-Kommunikation vom mühsamen Verwaltungsakt zu einem strategischen Erfolgsfaktor.

Denn am Ende gilt: Benefits, die nicht verstanden werden, existieren für Mitarbeitende praktisch nicht.

von Anika Brunner

26. Dezember 2025 | 6 min