
Benefits sind längst mehr als ein nettes Extra. Sie gehören zur Arbeitgebermarke, stärken die Bindung und helfen im Wettbewerb um Fachkräfte. Ihre Wirkung entfalten sie aber nur, wenn sie verstanden, wahrgenommen und genutzt werden. Die Kunst liegt deshalb nicht mehr nur im Angebot, sondern in der Kommunikation.
Viele Unternehmen investieren viel Geld in betriebliche Altersvorsorge, Gesundheit, Weiterbildung oder Mobilität. Trotzdem wissen viele Mitarbeitende nicht, welche Leistungen es gibt und wie sie sie nutzen. Die Gründe sind fast immer dieselben:
Das Ergebnis: Das Budget fließt, aber die Wertschätzung kommt nicht an. Benefits, die nicht verstanden werden, existieren für Mitarbeitende praktisch nicht.
Plant die Kommunikation wie ein kleines Projekt, mit festen Phasen:
Der wichtigste Hebel sind Führungskräfte. Mitarbeitende fragen zuerst ihre Teamleitung, nicht HR. Informiert Führungskräfte deshalb vor allen anderen, gebt ihnen die drei wichtigsten Punkte an die Hand und bittet sie, das Angebot selbst zu nutzen.
Betreff: Ab 1. Januar: 50 € jeden Monat, die ihr selbst einsetzt
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ab Januar bekommt ihr jeden Monat ein Benefit-Budget von 50 €, zusätzlich zu eurem Gehalt und ohne Abzüge. Ihr entscheidet selbst, wofür ihr es nutzt: Einkauf, Tanken, Kino, Fitness oder Restaurant, bei über 150 Partnern.
So funktioniert es: In den nächsten Tagen bekommt ihr eine Einladung zur App. Die Einrichtung dauert weniger als fünf Minuten.
Fragen? Am [Datum] stellen wir alles in 15 Minuten im Team-Meeting vor. Oder ihr meldet euch direkt bei [Name].
Viele Grüße [Name, Funktion]
Kurz, konkret, mit einem Betrag im Betreff und einer Ansprechperson. Lange Erklärungen zur Steuer gehören in die FAQ, nicht in die Ankündigung.
Entscheidend ist, dass alle Kanäle auf eine zentrale Anlaufstelle verweisen. Wer die Info im Team-Meeting hört, findet sie danach in der App wieder. Gerade für Mitarbeitende ohne Büro-Arbeitsplatz ist die App oft der einzige Weg, der funktioniert. Bedenken gegen eine App auf dem privaten Handy greifen wir in Benefit-App auf dem privaten Handy auf.
Viele Mitarbeitende kennen ihr Bruttogehalt, aber nicht den Wert ihrer Benefits. Eine Gesamtvergütungsübersicht (englisch: Total Compensation Statement) macht ihn sichtbar. Schickt sie einmal im Jahr, etwa vor dem Jahresgespräch:
Weil diese Benefits steuerfrei oder pauschal versteuert sind, entsprechen die gut 4.000 € netto einer Gehaltserhöhung von rund 8.000 € brutto. Das ist ein starkes Argument, wenn ein Wettbewerber mit einem höheren Gehalt lockt. Mehr dazu in Gehaltserhöhung oder Benefits.
Bei emplu nutzen im Schnitt 85 % der Mitarbeitenden ihr Budget aktiv. Der Personaldienstleister Workbee erreicht 86 % bei rund 30 Minuten Verwaltung im Monat (zur Case Study).
Mit der emplu App habt ihr einen zentralen Kanal für alle Benefits:
Für Mitarbeitende:
Für HR:
Auch das Onboarding wird einfacher: Neue Kolleginnen und Kollegen finden ab dem ersten Tag alle Benefits an einem Ort.
Benefits sind eine Investition in Motivation, Bindung und Zufriedenheit. Sie rechnet sich aber nur, wenn Mitarbeitende wissen, was es gibt und wie es funktioniert. Mit einem klaren Plan, einer zentralen Anlaufstelle, eingebundenen Führungskräften und regelmäßigen Erinnerungen wird aus einem Angebot ein Benefit, der wirklich ankommt. Wie ihr ein Benefit-Angebot von Grund auf aufbaut, steht im Leitfaden Mitarbeiterbenefits.
Wie kommuniziere ich neue Benefits intern, damit Mitarbeitende sie nutzen? In drei Schritten: zwei bis vier Wochen vorher ankündigen, beim Start in einem kurzen Termin erklären und danach regelmäßig erinnern. Wichtig sind eine zentrale Anlaufstelle wie eine Benefit-App und Führungskräfte, die das Angebot kennen und selbst nutzen.
Welche Kanäle eignen sich für Benefit-Kommunikation? Eine Benefit-App als zentrale Anlaufstelle, kurze Termine im Team, eine Ankündigungsmail, Aushänge mit QR-Code für Mitarbeitende ohne Büro und das Jahresgespräch.
Warum nutzen Mitarbeitende ihre Benefits nicht? Meist, weil die Informationen verstreut sind, die Erklärungen zu kompliziert sind oder nach dem Start nie wieder erinnert wird. Selten liegt es am Angebot selbst.
Was ist ein Total Compensation Statement? Eine Übersicht, die Mitarbeitenden zeigt, was ihr Arbeitsplatz insgesamt wert ist: Gehalt plus alle Benefits wie Sachbezug, Essenszuschuss, Mobilität und Altersvorsorge.
Wie hoch sollte die Nutzungsquote von Benefits sein? Gut eingeführte Benefits erreichen über 80 %. Bei emplu nutzen im Schnitt 85 % der Mitarbeitenden ihr Budget aktiv.
Wie oft sollte man an Benefits erinnern? In den ersten Wochen nach dem Start mehrmals, danach etwa einmal im Monat, zum Beispiel bei ungenutztem Budget oder neuen Partnern, und einmal im Jahr mit einer Gesamtübersicht.

von Anika Brunner
26. Dezember 2025 | 6 min
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