Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter 2026: Was steuerfrei ist und warum der Januar der bessere Start ist

Ein Weihnachtsgeschenk an Mitarbeitende ist 2026 steuerfrei, wenn es als Sachbezug bis 50 € im Dezember gewährt wird oder im Rahmen der Weihnachtsfeier bis 110 € pro Person bleibt. Die 60-€-Grenze für Aufmerksamkeiten gilt nicht, weil Weihnachten kein persönlicher Anlass ist. Größere Geschenke könnt ihr pauschal mit 30 % versteuern, Geld ist immer steuerpflichtig. Achtung: Wer schon monatlich 50 € Sachbezug zahlt, überschreitet mit einem Weihnachtsgutschein die Grenze. Nachhaltiger als ein einmaliges Geschenk ist ein Benefit-Budget ab Januar: 50 € im Monat sind 600 € netto im Jahr.

Es fühlt sich vielleicht noch früh an, um an Glühwein und Geschenke zu denken. Aber der Oktober ist schneller vorbei, als man „Jahresabschluss“ sagen kann. Wer im Dezember Wertschätzung zeigen will, sollte jetzt planen: welches Geschenk steuerlich sauber ist, und ob es nicht etwas gibt, das länger hält als bis Silvester.

Sind Weihnachtsgeschenke an Mitarbeitende steuerfrei?

Ja, wenn ihr den richtigen Weg wählt. Es gibt drei steuerfreie oder steuerbegünstigte Möglichkeiten, und zwei Wege, die teuer werden:

Weihnachtsgeschenke an Mitarbeitende: was steuerlich gilt

WegGrenze 2026Steuer und Sozialversicherung
Gutschein oder Sachgeschenk als Sachbezug50 € im Dezember, zusammen mit allen anderen Sachbezügensteuer- und beitragsfrei, wenn die Grenze nicht schon ausgeschöpft ist
Geschenk bei der Weihnachtsfeierzählt zu den 110 € pro Person für die Feiersteuer- und beitragsfrei bis 110 € gesamt
Größeres Geschenk, pauschal versteuertkeine feste Grenze30 % Pauschalsteuer durch den Arbeitgeber (§ 37b EStG), sozialversicherungspflichtig
Weihnachtsgeld oder Geldgeschenkkeinevoll steuer- und sozialversicherungspflichtig
60-€-Aufmerksamkeitgilt nur für persönliche AnlässeWeihnachten ist kein persönlicher Anlass
Stand: Oktober 2026emplu

Gilt die 60-€-Grenze auch für Weihnachtsgeschenke?

Nein. Das ist der häufigste Irrtum. Sachgeschenke bis 60 € sind nur dann eine steuerfreie Aufmerksamkeit, wenn sie zu einem persönlichen Anlass gegeben werden: Geburtstag, Hochzeit, Geburt eines Kindes. Weihnachten betrifft alle gleichzeitig und ist deshalb kein persönlicher Anlass. Mehr zu Geschenken zu persönlichen Anlässen in Mitarbeiter wertschätzen: 15 Ideen.

Wie schenkt ihr zu Weihnachten steuerfrei?

1. Als Sachbezug bis 50 €. Ein Gutschein oder Sachgeschenk bis 50 € im Dezember ist steuer- und beitragsfrei. Der Gutschein muss die gesetzlichen Kriterien erfüllen, also etwa für eine bestimmte Ladenkette oder Region gelten, und darf nicht in Geld getauscht werden können.

Achtung bei laufendem Sachbezug: Die 50 € gelten für alle Sachbezüge eines Monats zusammen. Bekommen eure Mitarbeitenden schon jeden Monat 50 € Sachbezug, ist die Grenze im Dezember ausgeschöpft. Ein zusätzlicher Weihnachtsgutschein macht dann den gesamten Betrag steuerpflichtig. Mehr in Sachbezug 2026: steuerfreie Gutscheine.

2. Bei der Weihnachtsfeier. Geschenke, die ihr bei der Feier überreicht, zählen zu den Kosten der Betriebsveranstaltung. Bis 110 € pro Person insgesamt, inklusive Essen, Getränken und Location, bleibt alles steuerfrei. Wie ihr das plant, steht in Wir-Gefühl stärken.

3. Pauschal versteuert. Für größere Geschenke übernehmt ihr als Arbeitgeber 30 % Pauschalsteuer (§ 37b EStG), dann bleibt das Geschenk für Mitarbeitende steuerfrei. Sozialversicherungsbeiträge fallen aber an.

Was kommt bei Mitarbeitenden wirklich an?

Weihnachtsgeld, Gutschein oder Benefit-Budget: der Vergleich

Pro PersonKommt netto anKostet den Arbeitgeber
Weihnachtsgeld 100 € bruttorund 50–60 €rund 121 €
Gutschein 50 € als Sachbezug50 €50 €
Geschenk 50 €, pauschal versteuert50 € (abzüglich Sozialversicherung)rund 66 € plus Sozialversicherung
Benefit-Budget 50 € ab Januar600 € im Jahr600 € plus Plattformgebühr
Vereinfachte Werte, Faustregel: 100 € brutto ergeben 50–60 € netto · Stand: Oktober 2026emplu

Ein einmaliger Gutschein ist freundlich, aber schnell vergessen. Ein monatliches Benefit-Budget wird zwölfmal im Jahr als Wertschätzung erlebt und bringt bei gleichem Steuervorteil ein Vielfaches. Den ausführlichen Vergleich zeigt Gehaltserhöhung oder Benefits.

Warum ist der Jahreswechsel der beste Zeitpunkt für neue Benefits?

Psychologisch: Zum Jahreswechsel denken viele über ihre berufliche Situation nach. Ein neuer Benefit ab Januar ist ein sichtbares Zeichen für einen Neuanfang und stärkt die Bindung genau dann, wenn viele über einen Wechsel nachdenken.

Organisatorisch: Zum 1. Januar ändern sich ohnehin viele Werte, etwa Sachbezugswerte für Mahlzeiten und Grenzen in der Sozialversicherung. Ein Start zum Jahresbeginn passt sauber in die Personalkostenplanung und die Lohnabrechnung. Wie ihr das Budget für 2027 plant, steht in Budget 2027: smarte Benefits statt teurer Lohnkosten.

Als Botschaft: Eine Ankündigung bei der Weihnachtsfeier, „Ab Januar wählt ihr jeden Monat selbst, was euch guttut“, wirkt stärker als jedes Präsent.

Wie startet ihr zum Januar? Der Zeitplan

Zeitplan: vom Weihnachtsgeschenk zum Benefit-Budget ab Januar

WannWas ihr tut
OktoberBudget 2027 festlegen, Angebote vergleichen, Betriebsrat informieren
NovemberPlattform auswählen, Vertrag schließen, Lohnabrechnung einbinden
Anfang DezemberWeihnachtsgeschenk steuerlich sauber verteilen, Sachbezug-Grenze prüfen
Weihnachtsfeierneues Benefit-Budget ankündigen: „Ab Januar wählt ihr selbst“
JanuarStart mit neuen Werten 2027, App-Zugänge verschicken
Februarerste Nutzung auswerten, Fragen klären
Stand: Oktober 2026emplu

Die Einrichtung einer Plattform dauert in der Regel nur wenige Wochen. Am meisten Zeit kosten Abstimmungen mit Geschäftsführung, Lohnabrechnung und Betriebsrat. Wer im Oktober oder November beginnt, ist zum Januar sicher startklar. Habt ihr noch Budget für 2026 übrig, lohnt ein Blick in Benefit-Budget 2026 nicht verschenken.

Vom Geschenk zur Haltung

Ein Benefit-Budget ist mehr als ein Geschenk. Es sagt: „Wir wissen, dass ihr selbst am besten wisst, was in euer Leben passt.“ Ob Mobilität, Fitness, Kinderbetreuung oder Einkauf, jede Person wählt selbst. So wird aus einer einmaligen Geste eine Wertschätzung, die jeden Monat ankommt. Wie ein flexibles Budget aufgebaut ist, zeigt Flexible Benefits statt Einzellösungen.

Fazit: Wer im Oktober beginnt, glänzt im Dezember

Für das Weihnachtsgeschenk gilt: Sachbezug bis 50 €, Geschenk bei der Feier oder pauschal versteuert, aber kein Bargeld und keine 60-€-Regel. Noch besser ist ein Benefit-Budget, das ihr zu Weihnachten ankündigt und im Januar startet. Es ist das Geschenk, das nicht ausgepackt, sondern jeden Monat neu erlebt wird.

Häufige Fragen zu Weihnachtsgeschenken an Mitarbeitende

Wie viel darf ein Weihnachtsgeschenk an Mitarbeitende steuerfrei kosten? Bis 50 € als Sachbezug, wenn die monatliche Grenze im Dezember nicht schon durch andere Sachbezüge ausgeschöpft ist. Wird das Geschenk bei der Weihnachtsfeier überreicht, zählt es zu den 110 € pro Person für die Feier.

Gilt die 60-€-Grenze für Weihnachtsgeschenke? Nein. Die 60-€-Grenze für Aufmerksamkeiten gilt nur für persönliche Anlässe wie Geburtstag, Hochzeit oder Geburt. Weihnachten ist kein persönlicher Anlass.

Ist Weihnachtsgeld steuerpflichtig? Ja. Weihnachtsgeld und Geldgeschenke sind immer voll steuer- und sozialversicherungspflichtig. Bei 100 € brutto kommen meist nur 50 bis 60 € netto an.

Kann ich einen Weihnachtsgutschein zusätzlich zum monatlichen Sachbezug geben? Nur, wenn beide zusammen im Dezember 50 € nicht übersteigen. Sonst wird der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig. Alternativ könnt ihr den Gutschein pauschal versteuern oder bei der Weihnachtsfeier überreichen.

Wie versteuere ich größere Weihnachtsgeschenke? Mit der Pauschalsteuer von 30 % nach § 37b EStG, die ihr als Arbeitgeber übernehmt. Für eigene Mitarbeitende fallen zusätzlich Sozialversicherungsbeiträge an.

Wann sollte man neue Benefits einführen? Am besten zum Jahresbeginn. Dann ändern sich ohnehin viele Werte, und der Start passt in die Budgetplanung. Plant dafür zwei bis drei Monate Vorlauf ein.

Das Geschenk, das jeden Monat ankommt

Startet mit emplu zum Januar. Wenn ihr jetzt beginnt, steht euer Benefit-Budget pünktlich zum Jahreswechsel.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

von Anika Brunner

02. Oktober 2025 | 7 min