
Mehr als die Hälfte aller Unternehmen hat aktuell massive Probleme, neue Arbeitskräfte zu finden – und rund 40 % kämpfen damit, bestehende Mitarbeitende langfristig zu halten (Talent Trends 24, Michael Page). Der Druck wächst unaufhörlich. Grund dafür ist jedoch nicht, wie oft behauptet, eine „faule Generation Z“, sondern unsere sich drastisch verändernde Demografie.
Das Fundament unseres Wirtschafts- und Sozialsystems hat sich gewandelt: Die klassische Bevölkerungspyramide wurde erst zum Baum und entwickelt sich nun zur Urne. Das bedeutet, dass immer weniger junge Menschen eine wachsende Zahl älterer Menschen versorgen müssen. Bis 2060 wird die Zahl der Erwerbstätigen ohne gezielte Zuwanderung um ein Drittel sinken, da die Babyboomer-Generation den Arbeitsmarkt endgültig verlässt (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz). Unternehmen spüren diese Lücke bereits heute schmerzhaft. Ein schnelles Umdenken hin zu einer Kultur, in der Menschen gerne arbeiten, ist daher essenziell zur Sicherung von Know-how.
Obwohl mehr als ein Drittel aller Arbeitskräfte aktiv auf Stellensuche ist (Talent Trends 24), gelingt es vielen Firmen nicht, diese Kandidat:innen für sich zu begeistern. Es klafft eine Erwartungslücke: Während viele Unternehmen glauben, das Gehalt sei der alleinige Schlüssel, nennt die Hälfte der Arbeitnehmenden Dankbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung als wichtigste Faktoren für Zufriedenheit. Auch beim Thema Flexibilität driften die Welten auseinander: Fachkräfte fordern sie ein, während viele Firmen zurück in starre Präsenzstrukturen drängen. Diese Diskrepanz führt zu einer hohen Wechselbereitschaft und erschwert sowohl das Recruiting als auch die Bindung von Talenten.
Zufriedenheit ist das beste Mittel gegen Kündigungen. Sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt sind, ist die Unternehmenskultur der mächtigste Hebel. Zufriedenheit entsteht dann, wenn Bedürfnisse gedeckt werden. Dies gelingt am besten, wenn Unternehmen und Teams gemeinsame Leitplanken für die Zusammenarbeit entwickeln. Was am Anfang nach Aufwand klingt, zahlt sich langfristig durch loyale Fachkräfte aus. Ein tieferer Einblick, wie genau Mitarbeiterzufriedenheit entsteht, würde hier jedoch den Rahmen sprengen – entscheidend ist: Sie ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Kulturarbeit.
Um die nötige Individualisierung im Unternehmen umsetzbar zu machen, ohne den administrativen Aufwand ins Unermessliche zu treiben, sind Benefits ein ideales Werkzeug. Eine Plattformlösung wie emplu fungiert hier als Leuchtturm: Von Zuschüssen und Leasing-Modellen über Sachbezugsgutscheine bis hin zu exklusiven Rabatten können sich Mitarbeitende ihre Pakete individuell zusammenstellen. Dies erspart HR die mühsame Abfrage von Einzelbedürfnissen und bietet eine übersichtliche Verwaltung. So wird Augenhöhe zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden leicht erreichbar.
Eine gelebte Benefit-Kultur strahlt direkt auf das Recruiting aus. Bewerber:innen evaluieren bereits im Prozess, ob sie sich wohlfühlen werden. Tauchen in Stellenanzeigen oder auf Portalen wie Kununu positive Berichte über Benefits auf, fungiert dies als Marker für eine gesunde Unternehmenskultur. Laut Studien suchen bereits zwei Drittel aller Stellensuchenden gezielt nach Schlagworten wie „Benefits“. Zudem werden zufriedene Mitarbeitende zu authentischen Markenbotschaftern, die durch persönliche Empfehlungen das Recruiting effektiv unterstützen.
Mitarbeiter-Benefits helfen auf vielen Ebenen, die Unternehmenskultur modern zu gestalten. Sie erleichtern die Bindung und stärken das Recruiting in einem Arbeitnehmermarkt, der sich in den nächsten 20 Jahren weiter verschärfen wird. Unternehmen, die heute in flexible Benefit-Systeme investieren, sichern sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil und positionieren sich als zukunftssichere Arbeitgeber.

von Fanny Remus
04. Juni 2024 | 10 min
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