
Fehlzeiten lassen sich nicht allein auf krankheitsbedingte Ausfälle reduzieren. Aktuelle Studien zeigen, dass sie eng mit der Arbeitskultur, sozialer Orientierung und dem verbunden sind, was in einem Unternehmen als „normal" wahrgenommen wird. Besonders bei kurzen, eintägigen Fehlzeiten spielen medizinische Ursachen häufig eine geringere Rolle als angenommen. Stattdessen geht es um Wahrnehmung, Routinen und implizite soziale Normen, die das Verhalten im Arbeitsalltag prägen.
Wie stark dieser Effekt sein kann, zeigt eine vielbeachtete Feldstudie aus Deutschland, durchgeführt in einer großen Supermarktkette. Mitarbeitende mit überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten erhielten einen persönlich formulierten Brief, in dem ihre individuelle Anzahl an Fehltagen dem Median der Belegschaft gegenübergestellt wurde.
Das Ergebnis war bemerkenswert: In der Interventionsgruppe gingen kurze, eintägige Fehlzeiten um bis zu 44 Prozentpunkte im Vergleich zur Kontrollgruppe zurück. Gleichzeitig blieben mehrtägige, krankheitsbedingte Fehlzeiten unverändert. Ein klares Signal dafür, dass hier weder Druck ausgeübt noch Krankheit unterdrückt wurde – vielmehr veränderten sich vor allem verhaltensbedingte Abwesenheiten.
Menschen orientieren sich stark an sozialen Vergleichsmaßstäben. Wenn Mitarbeitende verstehen, wie ihr eigenes Verhalten im Verhältnis zur Organisation steht, entsteht Reflexion statt Rechtfertigung. Fehlzeiten werden nicht mehr als neutraler Zustand wahrgenommen, sondern als bewusste Abweichung vom gemeinsamen Maßstab.
Genau darin liegt der Hebel. Veränderung entsteht nicht primär durch Kontrolle oder finanzielle Anreize, sondern durch Transparenz, Wertschätzung und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Unternehmen, die diese Mechanismen verstehen, können Fehlzeiten wirksam reduzieren.
Viele Unternehmen setzen weiterhin auf finanzielle Belohnungen. Boni oder Anwesenheitsprämien sollen dabei Fehlzeiten senken. Studien zeigen jedoch, dass solche Maßnahmen nicht zuverlässig wirken und in manchen Fällen sogar kontraproduktiv sein können. Monetäre Anreize verändern die Wahrnehmung von Fehlzeiten und verschieben soziale Normen, statt nachhaltiges Verhalten zu fördern.
Geld allein löst das Problem nicht. Es braucht einen Ansatz, der Mitarbeitende dort abholt, wo Fehlzeiten tatsächlich entstehen: im Alltag, im Erleben von Arbeit und in individuellen Entscheidungsprozessen.
Hier kommen moderne Benefit-Systeme ins Spiel. Anders als isolierte Boni oder punktuelle Maßnahmen sind strukturierte Benefits:
Sichtbar und planbar Benefits werden klar strukturiert und in den Arbeitsalltag integriert – etwa in den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Stressreduktion oder Lebensqualität.
Steuerlich optimiert Richtig umgesetzt lassen sich viele Benefits steuerfrei gewähren, z. B. über Sachbezüge und Zuschüsse zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn. Das bedeutet: mehr Netto-Wert für Mitarbeitende und geringere Lohnnebenkosten für Arbeitgeber.
Teil einer gesunden Arbeitskultur Ein Benefit-System signalisiert Wertschätzung und Unterstützung. Das stärkt die Bindung, erhöht Motivation und wirkt sich langfristig positiv auf Fehlzeiten aus.
Richtig eingesetzt wirken Benefits auf mehreren Ebenen:
Über mehrere Unternehmen hinweg zeigt sich: Ein gut aufgesetzter Benefit-Mix kann Fehlzeiten im Jahresvergleich um rund 20 % senken. Das sind reale, messbare Tage mit spürbarem Effekt auf Teams, Projekte und Budgets.
Fehlzeiten sind ein komplexes Thema, das sich nicht allein mit Geld lösen lässt. Studien zeigen, dass soziale Normen, Transparenz und ein positiver Arbeitskontext oft wirksamer sind als finanzielle Belohnungen.
Ein smartes, strukturiertes und steuerlich sauberes Benefit-System setzt genau dort an und kann Fehlzeiten nachhaltig reduzieren.
💡 Das Ziel ist nicht, Anwesenheit zu erzwingen, sondern Gesundheit, Zufriedenheit und Zugehörigkeit zu stärken. Dann sinken Fehlzeiten ganz automatisch – um bis zu 20 % pro Jahr.
Setz dich mit uns in Verbindung und wir schauen uns gemeinsam an, wo emplu euch konkret unterstützen kann.

von Leonard Gohlke
10. Februar 2026 | 5 min
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