
Mitarbeiterrabatte und steuerfreie Benefits werden oft in einen Topf geworfen. Dabei funktionieren sie ganz unterschiedlich, und genau deshalb ergänzen sie sich so gut. Hier erfahrt ihr, was Mitarbeiterrabatte sind, wann sie steuerfrei sind, was sie von steuerfreien Benefits unterscheidet und wie ihr beides sinnvoll kombiniert.
Mitarbeiterrabatte sind Preisnachlässe, die Mitarbeitende beim Einkauf bekommen. Oft ist auch von Mitarbeiterangeboten oder Corporate Benefits die Rede. Es gibt zwei Arten:
Rabattportale sind für Arbeitgeber meist kostenlos und schnell eingerichtet: kein Budget, kein Verwaltungsaufwand, keine Lohnabrechnung.
Das hängt davon ab, wer den Rabatt gewährt.
Rabatte externer Marken sind in der Regel kein Arbeitslohn. Der Preisnachlass kommt vom Händler, nicht vom Arbeitgeber, und wird oft auch anderen Gruppen eingeräumt. Mitarbeitende zahlen darauf keine Steuern (BMF-Schreiben vom 20.01.2015). Anders kann es sein, wenn der Arbeitgeber dem Händler den Rabatt ausgleicht oder ihn aktiv als Teil der Vergütung vermittelt.
Rabatte auf eigene Produkte sind ein geldwerter Vorteil. Dafür gibt es den Rabattfreibetrag von 1.080 € im Jahr (§ 8 Abs. 3 EStG). Bis zu dieser Höhe bleibt der Vorteil steuer- und sozialversicherungsfrei.
Der geldwerte Vorteil wird so berechnet: Endpreis für Kunden, davon 96 %, minus der Preis, den Mitarbeitende zahlen.
Die 1.080 € gelten pro Jahr und Person, für alle Rabatte auf eigene Produkte zusammen. Was darüber liegt, wird wie Gehalt versteuert. Der Rabattfreibetrag ist unabhängig von der 50-€-Grenze beim Sachbezug, beides lässt sich kombinieren.
Steuerfreie Benefits sind Zuwendungen, die der Arbeitgeber finanziert und die das Steuerrecht begünstigt. Mitarbeitende zahlen darauf keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben, der Vorteil kommt vollständig an. Die wichtigsten:
Alle steuerfreien Benefits mit Beträgen für 2026 stehen im Leitfaden Mitarbeiterbenefits.
Der wichtigste Unterschied: Ein Rabatt spart nur Geld, wenn Mitarbeitende ohnehin einkaufen. Ein steuerfreier Benefit ist zusätzliches Netto, das jeden Monat ankommt, unabhängig vom Einkauf.
Steuerfreie Benefits und Rabatte lösen unterschiedliche Probleme. Zusammen schließen sie fast jede Lücke. Der Sachbezug deckt den täglichen Konsum ab, er ist direkt spürbar und einfach einzulösen. Rabatte gehen darüber hinaus: Mode, Freizeit, Mobilität, Reisen, also Bereiche, die ein 50-€-Budget nicht abdeckt.
Wenn beide Angebote über eine Plattform wie emplu gebündelt werden, gibt es für HR einmal Einrichtung statt doppelter Verwaltung, und für Mitarbeitende einen Zugang zu steuerfreien Leistungen und Rabatten. Wie flexible Budgets funktionieren, steht in Flexible Benefits statt Einzellösungen.
FutureBens bietet Zugang zu über 200 Marken, für Arbeitgeber kostenlos. Rund 50 % des Portfolios sind sogenannte Pioneer Brands: Marken, die anhand unabhängiger Kriterien geprüft werden, etwa B Corp oder Fair Trade, verantwortungsvolle Produktion, dokumentierte Nachhaltigkeitsziele oder belegter Nutzen fürs Wohlbefinden. Beispiele: Tomorrow für nachhaltiges Banking, Flixtrain für CO₂-arme Mobilität, Armedangels für zertifizierte nachhaltige Mode.
Das löst einen Widerspruch, den viele Unternehmen kennen: nach außen Nachhaltigkeit kommunizieren, intern aber nur Fast-Fashion-Rabatte anbieten.
Einen Überblick über Anbieter von Rabattportalen und Benefit-Plattformen gibt der Anbietervergleich 2026.
Breite Benefit-Pakete haben den Ruf der Gießkanne. Das Problem ist aber nicht die Breite, sondern fehlende Relevanz. Eltern profitieren vom Kita-Zuschuss, Pendelnde vom ÖPNV-Zuschuss, wer bewusster konsumieren will, findet bei den Pioneer Brands passende Angebote. Ein Paket aus steuerfreien Benefits und einem kuratierten Rabattportfolio gibt jeder Gruppe das, was für sie relevant ist, ohne Einzelabsprachen. Mehr in Benefits nach Lebensphase.
Viele Unternehmen schreiben „attraktive Benefits“ in ihre Anzeigen, ohne zu sagen, was das konkret heißt. Laut Bertelsmann Stiftung nennen Stellenanzeigen heute im Schnitt fast zehn Zusatzleistungen. Wer sich abheben will, muss konkret werden: „50 € steuerfreier Sachbezug im Monat, ÖPNV-Zuschuss und Rabatte bei über 200 Marken“ sagt mehr als jedes Adjektiv. Wie ihr Gehalt und Benefits in der Anzeige darstellt, steht in Gehalt in der Stellenanzeige.
Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Auswahl, sondern fehlende Kommunikation. Ein Benefit, der intern nicht erklärt wird, kommt nicht an. Mehr in Benefits kommunizieren.
Der Sachbezug eignet sich als Einstieg: einfach zu erklären, sofort spürbar. Das Onboarding bei emplu dauert in der Regel sieben Tage, FutureBens lässt sich parallel ohne technischen Vorlauf einrichten. Ein vollständiges Paket kann so in rund zwei Wochen starten.
Mitarbeiterrabatte und steuerfreie Benefits sind kein Entweder-oder. Rabatte kosten euch nichts und helfen beim großen Einkauf, steuerfreie Benefits bringen jeden Monat echtes Netto. Zusammen ergeben sie ein Paket, das für fast jede Lebenssituation passt, und das steuerlich sauber.
Sind Mitarbeiterrabatte steuerfrei? Rabatte externer Marken über Plattformen wie FutureBens sind in der Regel kein Arbeitslohn und damit steuerfrei, weil sie nicht vom Arbeitgeber finanziert werden. Rabatte auf eigene Produkte des Arbeitgebers sind bis zum Rabattfreibetrag von 1.080 € im Jahr steuerfrei.
Was ist der Rabattfreibetrag? Der Rabattfreibetrag nach § 8 Abs. 3 EStG beträgt 1.080 € im Jahr. Bis zu dieser Höhe bleiben Rabatte auf Waren oder Dienstleistungen, die der Arbeitgeber selbst herstellt oder vertreibt, steuer- und sozialversicherungsfrei.
Was ist der Unterschied zwischen Mitarbeiterrabatten und steuerfreien Benefits? Steuerfreie Benefits zahlt der Arbeitgeber, sie kommen als zusätzliches Netto an. Mitarbeiterrabatte gewährt der Händler, der Arbeitgeber zahlt nichts, und Mitarbeitende sparen nur beim eigenen Einkauf.
Was sind Corporate Benefits? Ein Oberbegriff für Vergünstigungen, die Mitarbeitende über ihren Arbeitgeber erhalten, meist Rabatte bei Marken über ein Mitarbeiterportal. Davon zu unterscheiden sind steuerfreie Benefits wie Sachbezug oder Essenszuschuss, die echtes Netto bringen.
Was kosten Mitarbeiterrabatte den Arbeitgeber? Rabattportale wie FutureBens sind für Arbeitgeber meist kostenlos. Kosten entstehen nur für steuerfreie Benefits wie den Sachbezug, etwa 50 € pro Person und Monat plus Plattformgebühr.
Lassen sich Rabatte und Sachbezug kombinieren? Ja. Rabatte externer Marken zählen nicht zur 50-€-Grenze des Sachbezugs, und der Rabattfreibetrag für eigene Produkte gilt unabhängig davon. Beides lässt sich parallel anbieten.
Was sind Pioneer Brands bei FutureBens? Sorgfältig ausgewählte Marken, die sich durch Nachhaltigkeit, soziales Engagement oder wissenschaftlich fundiertes Wohlbefinden auszeichnen. Sie machen rund 50 % des FutureBens-Portfolios aus und werden nach unabhängigen Kriterien wie B Corp oder Fair Trade geprüft.
Quellen: § 8 Abs. 2 Satz 11 und Abs. 3 EStG, BMF-Schreiben vom 20.01.2015 zu Rabatten von Dritten, Bertelsmann Stiftung „Was Unternehmen heute versprechen“ (2025)
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall.

von Leonard Gohlke
21. Juli 2026 | 9 min
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